#Unser erstes Mal –
ein Erfahrungsbericht mit der 3D-Kamera Matterport

Nachdem vermehrt der Wunsch nach einer neuen 360-Grad-Kamera bei #ztplus laut wurde, einigten wir uns schliesslich gemeinsam auf eine neue Kamera. Das Gerät des US-Start-ups Matterport kann allerdings nicht «nur» Panorama-Bilder – auch 3D-Scans und das Vermessen von ganzen Räumen sind mit der neuen Kamera möglich – in beeindruckender Manier. #ztplus teilt die ersten Eindrücke und Erfahrungen.

«Interaktive Rundgänge mit hoher Detailtreue und in Top-Qualität wären echt cool!» So immer wieder die Stimmen in der Starbucks-Ecke der Agentur #ztplus. Herkömmliche 360-Grad-Fotografien bieten wir unseren Kunden schon seit geraumer Zeit an, leider war es bis anhin nicht möglich, diese Ansichten bei Google StreetView nahtlos einzubinden.

 

Unser Online-Marketing-Spezialist Fernando stiess dann bei seinen Recherchen auf ein Startup namens «Matterport». Ein kurzer Besuch auf der Website und schnell war klar: Diese Lösung wollen wir unseren Kunden anbieten.

 

Die neue Kamera erstellt neben hochauflösenden 360-Grad-Bildern per Cloud-Service gleichzeitig hochwertige 3D-Scans der aufgenommenen Objekte. Online wird so ein vollständiges 3D-Modell erstellt, welches dann auf dem Bildschirm oder einem mobilen Device als Virtual-Reality-Erlebnis bereitgestellt werden kann. Durch die so aufgenommenen Räumlichkeiten wie z.B. Wohnungen, Ausstellungen, Fabrikhallen bis hin zu mehrstöckigen Gebäuden werden virtuelle Rundgänge oder Besichtigungen möglich. Richtig konfiguriert und aufgenommen lassen sich diese nun auch problemlos in Google Street View implementieren.

 

In der Praxis:
Ein paar Tage später schon packten wir ungeduldig das Gerät aus. Erster Eindruck: circa 5 kg schwer und grau. Würde man das Ding an eine Strasse stellen – man könnte es kaum von einem Radargerät unterscheiden! Am folgenden Sonntag – damit keine umherlaufenden Personen die Aufnahmen störten – testeten wir die Kamera im Hauptgebäude der ZT Medien AG. Bedient wird die Kamera mittels eines iPad. Das Scannen der Räume ist sehr anwenderfreundlich umgesetzt. Die Bilder benötigen einige Zeit, bis sie via App übertragen werden. Nimmt man die einzelnen Sequenzen zu schnell auf, werden diese nicht direkt übertragen. Es kann so zu Datenstau führen, was aber nicht überrascht, wenn man bedenkt, dass es sich um hochauflösende 4K-Aufnahmen handelt. Da ist also etwas Fingerspitzengefühl und Erfahrung gefragt.

 

Dies gilt natürlich auch für die Positionierung der Kamera. Hier hilft eine genaue Planung im Vorfeld. Unnötige Aufnahmen können so verhindert werden. Damit die Rundgänge natürlich wirken und reibungslos von einem zum nächsten Punkt gesprungen werden kann, muss der jeweils nächste Punkt stets in unmittelbarer Sichtweite und innerhalb gewisser Maximaldistanzen sein.

 

Für unser Demo-Objekt (verschiedene Büros, mehrere Etagen, Trennwände, viel Mobiliar und viele Fenster) waren ca. 70 Aufnahmen erforderlich. Mit ein paar ergänzenden Angaben zu den verschiedenen Objekten via iPad war die «Vermessung» fertig und konnte in die Cloud übertragen werden. Die Daten wurden innerhalb weniger Stunden zu einem zusammenhängenden 3D-Modell gerendert und konnten dann in einer Rohfassung begutachtet werden. Nun folgte die Konfigurations- und Feinarbeit. Erstellen einer eigenen «Slideshow» oder eines «Walkthroughs». Markieren von verschiedene Objekten im Rundgang und mit sogenannten «matter-Tags» verlinken (Orte, an denen zusätzliche interaktive Informationen hinterlegt werden können), zusätzliche Videos einbinden und die Räume sinngemäss beschriften. Dann erst ist das Modell komplett und kann online zur Ansicht – auf der eigenen Website oder «Standalone» – freigegeben und auf Street View durch einfaches Hochladen implementiert werden.

 

Und das ist noch nicht alles  – mit den erzeugten Modelldaten lassen sich sogar erstaunlich masshaltige Grundrisspläne erstellen. Anfangs skeptisch, bestellten wir ein solches Feature für unser Testobjekt. Bei unserem Haustechniker verlangten wir die Originalpläne zum Vergleich – und das Resultat konnte er ebenso wenig glauben wie wir selbst. Die Pläne sind auf über 30 Metern bis auf 3 cm genau! Fenster und Türen sind bei unserem Modell zu 100 % genau eingezeichnet. Das Gros der Räume und Objekte – wie etwa Lift, Work Space, Rezeption und Küche – wurde automatisch und völlig korrekt erkannt und beschriftet.

 

Die Bilderkennungssoftware ist «fast unheimlich» zuverlässig. Auch beim vollautomatischen Zensieren von Gesichtern hat die «künstliche Intelligenz» ganze Arbeit geleistet. Sogar Personen auf Bildern wurden erkannt und automatisch unkenntlich gemacht!

 

Unser Fazit:
Nach den ersten Tests ist eindeutig: «Matterport» leistet ganze Arbeit, macht für viele Anwendungen Sinn und beeindruckt durch die hohe Bildqualität! Die Möglichkeiten sind weitreichend. Machen Sie Ihren Kunden Ihre Liegenschaften und Ausstellungen mit erweiterten Informationen und in 360-Grad-Ansicht interaktiv zugänglich, führen Sie Gäste durch Ihr Unternehmen oder veranstalten Sie eine «Schnitzeljagd» quer durch Ihren Betrieb und Ihr Produktesortiment. Erstellen Sie massgenaue Grundrisspläne für die Optimierung Ihres Lagers oder Ihrer Produktion, ohne mit dem Massband durch den Betrieb zu rennen – die Möglichkeiten sind fast unbegrenzt. Vielleicht haben Sie eine eigene Idee, wie man «Matterport» bei Ihnen einsetzen kann. Erzählen Sie uns davon!

Gerne zeigen wir Ihnen mehr über unser neues Werkzeug, mit welchem wir jetzt als offizieller «Google Street View Fotograf» unterwegs sind. Einen Überblick über unsere passenden Services und den Rundgang im ZT Medienhaus finden Sie hier. Wir freuen uns von Ihnen zu hören!